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Wo bleibt der Aufschrei der Industrie gegen die Energiewende?

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NAEB 2403 am 5. Februar 2024

Die schnell weiter steigenden Energiekosten durch die Energiewende vertreiben die deutsche Industrie in Länder mit einer günstigen, sicheren und berechenbaren Energieversorgung. Viele kleinere Betriebe ohne Kontakte ins Ausland gehen pleite. Doch Industriemanager und Industrieverbände wie auch die Gewerkschaftsführungen stehen im Namen der Weltklimarettung weiter hinter der Energiewende. Warum versagen sie darin, sich massiv gegen die Politiker zu wehren, die mit dem Weitertreiben der Energiewende ihre Betriebe und die damit verbundenen Arbeitsplätze vernichten?

Die Daten der deutschen Wirtschaft sind deutlich genug. Die Wirtschaftsleistung hat in 2023 abgenommen. In 2024 soll es laut den „Wirtschaftsweisen“ wieder leicht aufwärtsgehen. Doch das dürfte ein frommer Wunsch sein. Die Daten sprechen dagegen. Der Energieverbrauch in allen Wirtschaftssparten hat abgenommen, das heißt, die Produktion wurde heruntergefahren. Nur der Energiebedarf der Immigranten ist gestiegen. Das sind kurzgefasst die Daten von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, eines Vereins unter dem Schirm des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der sehr sorgfältig recherchiert.

Die Wirtschaft schrumpft
Die Investitionsquote (Investitionen zu Abschreibungen) liegt weit unter 100 Prozent. Das heißt, viele alte Anlagen werden ersatzlos außer Betrieb gesetzt. Die Wirtschaft schrumpft. Doch der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ignoriert das. Er will den Bau von Fakepower-Erzeugern (Wind- und Solaranlagen) beschleunigen und die Energiewende mit vielen Milliarden Steuergeldern stützen, die die Strompreise in unbezahlbare Höhen treiben.

„Grüner“ Wasserstoff, mit Fakepower elektrolytisch erzeugt, soll dazu ein Hauptpfeiler als Energieträger werden. Mit Wasserstoff soll in Gaskraftwerken Grundlaststrom zur Netzstabilität und Regelstrom zum Ergänzen der schwankenden Fakepower bedarfsgerecht erzeugt werden. Darüber hinaus soll Wasserstoff die Kohle zur Stahlherstellung ersetzen. Auch zur Herstellung von Treibstoffen und Kunststoffen soll Wasserstoff statt Erdöl und Erdgas dienen. Im Labormaßstab ist dies alles möglich. Doch die Kosten und der Energieaufwand übersteigen die vorhandenen Möglichkeiten bei Weitem. Eine Überschlagsrechnung zeigt, dass die aus Wind und Sonne in der BRD gewinnbare Energie für alle Prozesse unzureichend bemessen ist.

Die Energiewende vernichtet viel Energie
Bei genauerem Hinsehen führt der Wasserstoffplan auf dem Weg zum Verbraucher zu riesigen Energieverlusten. Mit der Elektrolyse geht bereits ein Drittel der eingesetzten Fakepower verloren. Wasserstoff hat einen Brennwert von 3,5 kWh/m³. Das ist ein Drittel von Erdgas. Es müsste also das dreifache Volumen im Vergleich zum Erdgas transportiert und gelagert werden. Das bedeutet zusätzliche Gasleitungen und die dreifache Menge an Gaskavernen, die wahrscheinlich in der BRD unrealisierbar sind. Dazu kommen Wasserstoffverluste durch Diffusion, denn die sehr kleinen Wasserstoffatome dringen in alle Kristalle ein und durchdringen Metallwände.

Bei der Wiederverstromung des Wasserstoffs gehen 40 bis 70 Prozent der dann noch vorhandenen Energie verloren. Einfache Gasturbinen mit Wasserstoff haben 70 Prozent Verlust. GuD-Kraftwerke (Gasturbine mit nachgeschalteter Dampfturbine) sind mit Verlusten von ca. 40 Prozent zwar günstiger, aber zum Regeln der schwankenden Fakepower wenig geeignet, weil Leistungsänderungen lange dauern. Von der eingesetzten Fakepower landen letztlich nur 10 Prozent beim Verbraucher. Zum Vergleich: Ein Kohlekraftwerk setzt über 40 Prozent des Brennwertes in Strom um.

Fakten der Energiewende
Diese Fakten sind allen Managern zugänglich, für Ingenieure sollten sie zum Grundwissen gehören. Wirtschaftler und Juristen haben genügend Ingenieure als Mitarbeiter, die ihnen die Fakten erläutern können. Die Erkenntnis kann nur lauten:

– Die Fortsetzung der Energiewende führt zwangsläufig in den wirtschaftlichen Niedergang.
– Jede weitere Fakepower-Anlage treibt die Stromkosten noch höher.
– Sonne und Wind über der BRD sind zu gering, um für die geplante Energiewende den deutschen Energiebedarf zu decken.
– Es müssen Kohlenwasserstoffbrennstoffe genutzt werden, um das Niveau eines Entwicklungslandes zu vermeiden.

Es ist schwer verständlich, warum Manager und Gewerkschaftsfunktionäre hinter der Energiewende stehen und nur in Einzelfällen von der Politik geringere Energiekosten für ihren Betrieb fordern. Was könnte die Motivation sein?

– Glauben die Manager, nur so das Weltklima retten zu können?
– Wollen die Manager ihre Vergütungen bis zum Ende der Vertragszeit retten?
– Oder gehört ihr Betrieb zu den Profiteuren der Energiewende?
– Glauben die Manager an die politische Prognose, mit dem Fortschreiten der Energiewende werde Energie günstiger?
– Stehen Manager und Gewerkschaftsfunktionäre hinter der These, die Energiewende trage zur Wertschöpfung bei und schaffe Arbeitsplätze?
– Oder schwimmen sie als Gutmenschen in der politisch proklamierten Welle der Weltklimarettung mit, ohne zu hinterfragen, ob der Mensch das Klima überhaupt retten kann?

Niemand weiß es.

Kritiker der Energiewende erfahren Nachteile
Ein wesentlicher Grund, die Energiewende mitzutragen, ist der drohende Verlust staatlicher Zuwendungen. Die werden nur an Betriebe und Hochschulen vergeben, die öffentlich hinter der Energiepolitik der Bundesregierung stehen. Daher sind die Kritiker der Energiewende fast ausnahmslos Rentner und Pensionäre. Aktive Ingenieure werden von den Betriebsleitungen und von den Präsidenten der Hochschulen ermahnt, keinerlei öffentliche Kritik an der Energiewende zu üben, weil sonst keine öffentlichen Gelder mehr fließen. Wer solche Ermahnungen ignoriert, muss um seinen Job bangen.

Energie ist der Schlüssel zum Wohlstand
Faktenbewusstes Handeln ist wieder angesagt. Energie ist die Grundlage von Wohlstand. Wer Energie mutwillig verteuert und verknappt, zerstört die Wirtschaft und damit den Sozialstaat. Soziale Leistungen sind nur durch eine effiziente Industrie mit einem hohen Automatisierungsgrad möglich. Menschen werden durch Automaten ersetzt. Automaten arbeiten schneller und sind billiger als Menschen, wenn die Antriebsenergie günstig ist. Dann fallen die Preise der Produkte und es steigen Gewinne, Steuern und Löhne. Diesen Zusammenhang hat die deutsche Bundesregierung für eine unwirksame Weltklimarettung mit Hilfe der Energiewende aufgegeben. Wenn die BRD bedeutungsvoll bleiben soll, müssen die Forderungen des Stromverbraucherschutzes NAEB e.V. erfüllt werden:

1. Solarstrom, Windstrom und Biogasstrom stoppen
2. Nord-Stream reparieren, weiterhin Erdgas statt Wasserstoff (H2) verwenden
3. Kohlekraftwerke reaktivieren, keine CO2-Langzeitspeicherung
4. CO2-Abgabe und CO2-Zertifikate beenden, Klimaschutzgesetz aussetzen, Klimafonds auflösen
5. Kein Heizungsverbot, kein Wärmepumpenzwang, Wärmeschutzverordnung von 1995 statt Dämmwahn
6. Kein Verbrennerverbot, keine Bio-Fuels, keine Subvention für Elektro-Mobilität

Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
www.NAEB.de und www.NAEB.tv

[1] Bildquelle: StockKosh-polution-40
[2] https://www.naeb.info/Beitritt.htm

Politicum – „Energiewende – deutscher Sonderweg ohne Zukunft“
15. Dezember 2023 | tvberlin

Warum Strom immer teurer wird – Mythos Erneuerbare Energien (Mythos Energiewende Folge 2)
23. Januar 2022 | Junge Freiheit
Es heißt, sie seien die Zukunft unserer Energieversorgung: die sogenannten Erneuerbaren Energien. Allerdings ist schon die Begrifflichkeit mehr als fragwürdig: „Erneuerbare Energien gibt es nicht“, sagt unser Experte Michael Limburg. Der Begriff sei ein Verbrechen an der Wissenschaft, konkret dem Energieerhaltungssatz.

Doch damit nicht genug. Was mit einem falschen Begriff beginnt, setzt sich mit einer falschen Darstellung dieser Stromerzeuger in vielen Medien fort. Ihre wichtigste Eigenschaft, die Volatilität, wird dabei gerne außer Acht gelassen. Doch solange es keine großvolumige, effiziente Speicherlösung gibt, und die gibt es nicht, solange ist ebendiese Volatilität das Hauptproblem der sogenannten „Erneuerbaren“. So zu beobachten in Statistiken zur Stromerzeugung: Auf Wochen, in denen Windkraft erheblich zur Stromproduktion beiträgt, folgen solche, in denen der Beitrag geradezu mickrig ist.

Im zweiten Film dieser Reihe zeigen wir, wie groß dieses Problem tatsächlich ist, wie das EEG unzuverlässige Stromerzeuger fördert und damit den Strom für uns alle erheblich teurer macht. Am Ende werden wir eine der großen Lebenslügen der Energiewendebefürworter in Medien und Politik offenlegen, wenn sich zeigt, wie ineffizient unsere Stromversorgung schon heute organisiert ist.

Die erste Folge | Die dritte Folge | Die vierte Folge
00:00 – Zusammenfassung: Mythos Alte Technologie
01:04 – Anmoderation
01:34 – Mythos Erneuerbare Energien
05:28 – Solarstrom
14:29 – Windkraft
20:24 – Stromspeicher
25:23 – Beispielprojekte
28:00 – Das EEG und die Strompreise
32:31 – Zusammenfassung

NAEB Stromverbraucherschutz e.V.
Heinrich Duepmann
Mühlenstr. 8a

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Pressekontakt
Stromverbraucherschutz NAEB e.V.
Hans Kolpak
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